Konzeptarbeit · laufend
  • trydotto.live — die Vorstufe einer App im Store, um User-behavior zu messen
  • Content-Pipeline — betreibt einen Social-Account allein, blinder Judge vor jedem Post
  • Dasselbe Vorgehen lässt sich auf ein Produkt richten, das Geld verdient

Was möglich ist

Neben der Kundenarbeit läuft laufend Konzeptarbeit: Dinge, die ich baue, um herauszufinden, wie weit sich etwas treiben lässt. Zwei davon hier.

trydotto.live

Die Vorstufe einer App im Store, im Browser gebaut, weil sich hier alles beantworten lässt, was nach der Einreichung teuer wird: wie sich die Umgebung anfühlt, welche Interaktion Menschen tatsächlich annehmen, an welcher Stelle sie aussteigen. Was hier trägt, geht in die App; was nicht trägt, hat nichts gekostet außer der Woche, in der es gebaut wurde.

Die Form, in der das läuft: ein Punkt auf einem Screen. Ab und zu wird er hohl, dann bleiben ein paar Sekunden zum Tippen. Ein Tap zum falschen Zeitpunkt, ein verpasster Punkt oder ein Wechsel aus dem Screen heraus beendet den Lauf. Nichts darin lenkt ab — das erledigt das Handy, auf dem es läuft, ohnehin.

  • Die Engine:Reines TypeScript mit injizierter Uhr und RNG, damit ein ganzer Lauf deterministisch und ohne Browser testbar ist.
  • Ein Test im Test:Die Hälfte aller Sessions wird nie gefragt, wie lange sie durchhalten wird. Der Arm ist sticky und hängt an jedem Event, also splittet der Funnel danach — die Mechanik muss die Reibung rechtfertigen, die sie erzeugt.
  • Analytics ohne Zustimmungsbedarf:Keine Cookies, kein Gerätespeicher, keine Personenprofile, EU-Hosting. Das Meta-Pixel ist am Edge geogated und lädt in der EU nie — die Seite braucht kein Banner.
dotto ausprobieren

Automatisierte Content-Pipeline

Läuft für einen Nischen-Account auf Instagram. Sie gräbt aus, woran die Nische tatsächlich scheitert, schreibt in einer fixen Stimme, rendert Post oder Reel, bewertet den eigenen Output blind — und veröffentlicht erst dann. Dieselbe Pipeline fährt beliebig viele Accounts, jeder davon ein Ordner mit eigener Stimme, Nische und Zugangsdaten.

Der Rahmen dahinter ist bewusst schlicht gehalten, und genau das ist der Punkt: Wie realistisch und wie fein das Ergebnis wird, hängt am Aufwand, den man hineinsteckt, nicht an der Architektur. Hier ist bewusst nicht weiter aufgedreht worden — nach oben ist der Weg offen.

Carousel slide 1Carousel slide 2Carousel slide 3Carousel slide 4
Carousel-Post — wischen →
Reel — Skript, Voiceover & B-Roll, alles generiert (Ton an ↑)
  • Echte Nachfrage ausgraben:Ein Miner zieht Threads aus den Subreddits der Nische, ein LLM destilliert daraus einen Pool konkreter Pain- und Wunsch-Signale — die Themen kommen aus dem, was Leute wirklich schreiben.
  • Die Stimme ist der Burggraben:Der Writer ist auf einen Account-eigenen System-Prompt festgenagelt. Der Output ist kein "KI-Post", sondern eine durchgehende Figur — und genau diese Stimme ist die Verteidigung.
  • Headless rendern:Carousels werden in headless Chromium aus Template-Layouts gesetzt; Reels aus einem generierten Skript zusammengebaut — TTS-Voiceover, getaktete Stock-B-Roll, Untertitel, Cover — zu einem 9:16-MP4.
  • Judge vor Publish:Ein blinder multimodaler Judge bewertet das fertige Medium gegen ein Rubric und ist das Tor: unter der Schwelle wird verworfen, nie gepostet. Qualitätssicherung ohne Menschen in der Schleife.
  • Autopilot:Ein Tagesplaner streut Publish-Slots; ein Minuten-Ticker generiert → bewertet → veröffentlicht just-in-time, damit Posts auf einem menschlich aussehenden Zeitplan landen und nicht zur vollen Stunde.
  • Aus Ergebnissen lernen:Ein Collector holt die Instagram-Insights jedes Posts — Reach, Saves, Shares — und bewertet den echten Zug. Ein wöchentlicher Lauf gewichtet neu, welche Formate geschrieben werden, verschiebt die Publish-Zeiten in die Stunden, die ziehen, und übergibt dem Writer ein Briefing plus frische Winkel. Der Account tunt sich an seinen eigenen Zahlen.
  • Multi-Account by Design:Der Account ist ein Parameter pro Request. Der nächste ist ein Ordner — eigene Prompts, Zugangsdaten, Daten — ohne eine Zeile Pipeline-Änderung.
rendering diagram…
Der LLM-Call ist die einfachen 10 %. Die Arbeit sind die Stimme, die Render-Pipeline und ein Judge, der streng genug ist, um unbeaufsichtigt posten zu lassen.

Beides sind Beispiele, keine Grenze. Falls beim Lesen etwas aufgetaucht ist — eine Idee, ein Prozess, der jede Woche Zeit frisst, eine Sache, bei der unklar ist, ob sie überhaupt geht: lass uns gern drüber reden.

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